Wolf Lotter

22/05 2006

Mehr Konsumenten braucht das Land

von Bernd Rasche, Frankfurter Rundschau

"Es ist der Ruf eines Zombies, eines Untoten, der nach wie vor verhindert, dass wir die erweiterten Chancen, die Vielfalt böte, wahrnehmen." Recht hat Wolf Lotter: Die seit dem 19. Jahrhundert unveränderte Logik der alten Industriegesellschaft lenkt seiner Meinung nach zu Unrecht die Köpfe von Wirtschaft und Politik. Obwohl es selbstverständlicher Konsens ist, dass wir längst in einem nachindustriellen Zeitalter von Dienstleistung, Information und Digitalem leben, werkelt die Mehrzahl von Politikern, Führungskräften und Experten an den heutigen Problemen mit diesen untauglichen, weil viel zu statischen Instrumenten herum: Lineares Denken, Knappheit und rigide Vertaktung prägen dieses Denken. Dass der Kapitalismus aus seinem eigentlich phantasiereichen und vom Autor positiv verstandenen verschwenderischen Wesen heraus floriert, wird dadurch verhindert
(...) Mit Verve geißelt der Mitbegründer des Wirtschaftsmagazin brand eins daher die "Erbsenzähler", "Controller" und alle diejenigen, die derzeit so fulminant von Sparen reden und Annahmen der überholten klassischen Industriegesellschaft predigen. Denn das, worauf dieses System fußt, löst sich unaufhaltsam auf" (...) (Verschwendung bietet) spannende Anregungen. Es stellt die herrschende Meinung mutig in Frage."

 

Die  Buchkritik von Bernd Rasche finden Sie auf der Website der Frankfurter Rundschau

 

 

 

 


<< zurück