Aus dem simplify-Beratungsbrief Nr. 7 Juli 2006
In der Juli-Ausgabe des persönlichen Beratungsbriefs "Simplify your life" von Werner T. Küstenmacher und seiner Gattin Marion, findet "Verschwendung" einen Platz auf der Titelseite.
Passt das simplify-Konzept von "Einfachheit und Fülle" mit dem, was Wolf Lotter in seinem "Verschwendungsbuch" schreibt, nicht ganz gut zusammen? Die Küstenmachers entdeckten die ein oder andere Übereinstimmung - und haben versucht, Lotters Plädoyer für mehr Verschwendung in die Form umsetzbarer simplify-Ideen zu bringen.
EIN AUSSCHNITT
Sozialen Reichtum schaffen.
(aus "Verschwendung"):
"Vor Beginn des industriellen Zeitalters galten Geizhälse als Außenseiter, sogar als Sünder. Der Wirtschaftskreislauf wude maßgeblich angetrieben durch eine Vielzahl von Festen. Nordamerikanische Indianerstämme feierten das Geschenkfest "Potlach", bei dem demonstrativ Reichtum verschenkt wurde, um soziale Beziehungen zu festigen. Im Judentum gab es das "Jobeljahr", in dem alle Schulden erlassen werden mussten. Eine Vielzahl von Riten und Bräuchen sorgte so dafür, dass die Prioritäten klar blieben: Menschen zählen mehr als die Materie. In der Industrie-Ära kehrte sich das bisweilen um. Aber diese Ära ist zu Ende."
simplify-Tipp: Fühlen Sie sich reich, indem Sie andere an dem teilhaben lassen, was Sie haben (und das ist vollkommen einkommensunabhängig). "Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon", sagte Jesus einmal. Falls Sie nicht genug Geld haben, um Ihre Freunde in ein Feinschmeckerlokal einzuladen, dann gibt es eben bei Ihnen zu Hause eine deftige Brotzeit. Können Sie das Ihren Gästen nicht zumuten, haben Sie die falschen Freunde!
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